Henker SHA   Henker Andreas Bürg in Schwäbisch Hall

Andreas Bürk
Henker der Reichsstadt zum Schwäbischen Hall

Für einzelne Interessenten bietet die
VHS Schwäbisch Hall die Scharfrichter-Führung am Freitag, 23. November 2018 um 18 Uhr


Scharfrichter-Quiz siehe unten

Mit dem Henker unterwegs

Aus dem 17. Jahrhundert kommt der Henker (auf seiner Zeitreise) authentisch kostümiert ins heutige Schwäbisch Hall. Am liebsten führt er abends bei einbrechender Dunkelheit oder gar nachts mit Laterne und Richtschwert an die früheren Stätten seines Wirkens: Von der Henkersbrücke bis zum Folterturm - in kaum einer anderen Stadt haben sich derart viele Gebäude und Plätze der Strafjustiz aus der Zeit der Henker und Folterknechte erhalten. Die je nach Wunsch mehr gruselige oder mehr amüsante Führung (manchmal staunt der Henker gar sehr über neuzeitliche Errungenschaften) führt zu den Originalschauplätzen der Arbeit von Scharfrichtern seit 500 Jahren: Zur mittelalterlichen Gerichtsstätte mit den berühmten Wetzrillen, zum Pranger (auf dem die Ehrenstrafen vollzogen wurden) oder an den Folterkellern vorbei zum Fuß des Galgenbergs, auf den bis heute "Bettelsteigle" und "Blutsteigle" führen. Man erfährt, dass St. Johann die einzige Kirche war, die er betreten durfte und das verzweifelte Kranke manchmal im Schutz der Dunkelheit zum heute noch unheimlichen Haus der Haller Henkersfamilien schlichen, und dort auf heilsame Hilfe hofften...

Darsteller: Bernhard Deutsch/ ca. 90 Minuten
Gruppenpreis: 150,- €
(bei 8-35 Teilnehmern)

Buchung via Telefon 0791-84977 oder lebenswert@nurzu.de

bei widrigem Wetter kann der Nachtwächter auch "indoor" von seinen vielen Aufgaben berichten

Dr. Faust und Hohenloher Hofnarr Harlekin vom Holz und Nachtwächter Johann Michael Pflaumer und Henker Andreas Bürk wurden mit Liebe zum Detail recherchiert, entwickelt und inszeniert  von:
lebenswert-GBR, Bernhard Deutsch, Mühlweg 23, 74523 Schwäbisch Hall
Tel. 0791-84977,  lebenswert@nurzu.de

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Henkers-Quiz (Geistiger Keks Nr. 15)

Was ist Arme-Sünder-Fett?
a- Gewichtsverlust bei Kerkerstrafen
b- Heilsalbe aus Menschenfett
c- Schmierfett für Fallbeile

Was ist eine Henkersmahlzeit?
a- Das Wunschgericht eines zum Tode Verurteilten
b- Die Stärkung des Henkers nach anstrengenden Hinrichtungen
c- Ein schwäbisches Blutwurstgericht

Was war ein Racker?
a- ein kleiner Rumtreiber
b- ein fleißiger Landwirt
c- ein Tierkadaverbeseitiger

Welche Dienstleistungen erbrachten Haller Henker im 17. Jh. noch?
a- Zöllner
b- Heiler
c- Kloakenentleerer
d- Abdecker

Was bedeutet „Toi-toi-toi“?
a- Lockruf für Hühner
b- Aus dem englischen Wort „Toy"
c- „Teufel-Teufel-Teufel“

Was mussten Henker beim Betreten einer Gaststätte beachten?
a- laut Namen und Beruf ausrufen
b- nur auf dreibeinigem Hocker Platz nehmen
c- nur aus einem eigens angeketteten Becher trinken

Wie viele Hinrichtungen führte der letzte deutsche Henker (gestorben 1972) durch?
a.) ca. 30
b.) ca. 300
c.) ca. 3000

(Auflösungen unten)

Eindrucksvoller Stadtrundgang Schwäbisch Hall

Antworten zum Henkers-Quiz:

Arme-Sünder-Fett wurde aus solchen menschlichen Überresten gewonnen, denen ein christliches Begräbnis versagt geblieben war, wie z. B. nach einer unehrenhaften Hinrichtung. Beim Apotheker wurde es empfohlen: „Menschenfett ist gut für lahme Glieder, so man sie schmiert – sie werden richtig wieder!“

Von einem zum Tode Verurteilten fürchteten alle Beteiligten „den bösen Blick“ und andere Verwünschungen. Also wollte man sich gut stellen und gönnte dem Unglücklichen zur Besänftigung eine möglichst üppige Henkersmahlzeit oder wenigstens eine Zigarette.

 Die Henker des ausgehenden Mittelalters waren meistens auch für die Beseitigung verendeter Tiere zuständig. Durch diese Tätigkeit als Abdecker oder auch Racker konnten sie ihren kärglichen Lohn aufbessern.

Im 17. Jahrhundert hatten die Henker noch andere Betätigungsfelder. Neben Hinrichtungen und Bestrafungen sowie den „peinlichen Befragungen“ zogen sie Brückenzoll ein, fingen räudige Hunde ein, waren Kloakenentleerer und betätigten sich erfolgreich in der Arzneikunst.

 „Teufel-Teufel-Teufel“ und dreimaliges Klopfen auf Holz sollte dazu dienen, einen möglicherweise gerade stattfindenden Schadenszauber abzuwehren. Heute soll der Ausspruch „Toi-Toi-Toi“ Schauspielern zum Gelingen ihrer Rolle beitragen, wobei sich der (abergläubische) Schauspieler für diesen Wunsch nicht bedanken darf.

Henker durften nur bestimmte Gaststätten betreten, mussten dabei Namen und Beruf ausrufen und durften nur auf extra vorgesehenen Hockern Platz nehmen. Damit keiner je aus dem Becher des Henkers trinken musste, war dieser oftmals an die Wand gekettet.

Der Schwäbisch Haller Scharfrichter Andreas Bürk vollzog im 17. Jahrhundert gerade mal 78 Hinrichtungen. Sein „Kollege“ Johann Reichhart blickte in seinem Todesjahr 1972 auf ein von über 3000 Hinrichtungen erfülltes Leben zurück. 1963 noch setzte er sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ein. Unter Hitler optimierte er die Fallbeil-Vorrichtungen, so dass eine Hinrichtung nur wenige Sekunden in Anspruch  nahm.
Merkwürdiges und Denkwürdiges aus Vergangenheit und Zukunft:

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Webpfuscher in der Kürze der Zeit: B. Deutsch, Mühlweg 23, 74523 Schwäbisch Hall

Steuernummer: 84067/09406

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Am Schwäbisch Haller Pranger...


am Schwäbisch Haller Pranger/ Schandpfahl




Durch nächtliche Gassen vom Diebsturm Richtung Folterturm...



Scharfrichter in nächtlicher Gasse von Schwäbisch Hall




Bei "seiner" Kirche St. Johann versuchen, mit dem Herrgott in's Reine zu kommen...


Henker wollte mit dem Herrgott in's Reine kommen...





Beim letzten Gebet auf das Jüngste Gericht hoffen...


"Vater unser" vor der Hinrichtung






Zwischen Blutsteigle und Bettelsteigle den Galgenstrick verknoten...


Henker muss den Galgenstrick verknoten


Besonderer Dank gilt dem Rechtshistoriker
Dr.Andreas Deutsch
für die
Erarbeitung der historisch belegten Zusammenhänge und Episoden, ohne die der große Erfolg dieses Rundganges nicht zu erklären wäre!