Eine anregende Unterhaltung für zwischendurch:

„Geistige Kekse“

aus einem geheimnisvollen Bauchladen

Wenn Sie einen Anlass haben, wo Neugier geweckt werden soll,
der zur Unterhaltung anregen soll,wo Spieltrieb und schöpferisches Denken stimuliert werden darf...

Folgende Sorten „Geistige Kekse“ sind entweder in Zündholzschachteln oder Tütchen konfektioniert und können aus dem Bauchladen oder per Post bezogen werden:

1.) 3 Spiele mit Kronkorken

2.) 3 Knobelspiele mit Zündhölzern „Frau Kehrer und ihr Dreck“ (ab 15 Jahren)

3.) 3 schwerere Knobelspiele „Zündholz-Quadrate“ (ab 15 Jahren)

4.) Geschicklichkeitsspiele (vergriffen)

5.) Kurzgeschichte „Die Büroklammer und der Zündholzprinz“

6.) Kurzgeschichte „Lebensträume“

7.) Kurzgeschichte „Das Märchen vom Bärchen“

8.) Kurzgeschichte „3 Kichererbsen und 3 Wünsche“

9.) Kurzgeschichte „Wünsch Dir was“

10.) Chinesicher Glücksbringer

11.) „Spiel mit dem Feuer“, 5 zündende Spielideen für Pyromanan (ab 18 Jahren)

12.) 4 Knauserspiele "Frau Schäufeles schwäbische Sparsamkeit"

13.) Kurzgeschichte für/gegen Raucher: „Der Duft von Freiheit und Abenteuer“

14.) Kurzgeschichte "Sternstunde der Kichererbse"

15.) Henker-Quiz, siehe auch www.nurzu.de/henker

16.) Magnet-Puzzle

17.) Balance-Akt, kniffliges Geschicklichkeitsspiel von "Dr.Plunder"

18.) Schokophorie, 4 Schokologische Rätsel von Schokojunkie Elfriede Schäufele, inkl. Tafel

19) Qualitätskondom sowie 6 Non-Sex-Spielanleitungen

20.) Zauberkartenspiel, Original-Skatblatt und 3 Anleitungen für verblüffende Kunststücke  

Mindestabnahme 20 Stück/ bis Nr. 17: 1 € pro Keks, inkl. Porto/ ab Nr. 18: 2€ pro Stück

Bestellung per Vorab-Überweisung mit Absenderangabe an Bernhard Deutsch, Kto. 223107-706 bei Postbank Stuttgart (BLZ 600 100 70)

Bitte gegenwartsunübliche Lieferzeit einplanen!

Info bei Lebenswert GbR, Kathleen Uttrodt und Bernhard Deutsch, Mühlweg 23, 74523 Schwäbisch Hall

 

Nachfolgend erhalten Sie Kostproben der Kurzgeschichten mit Beschreibung des jeweiligen „Geistigen Kekses“ sowie von Lesern eingesandte Fortsetzungsvarianten:

 
Geistiger Keks Nr. 5: Die Büroklammer und der Zündholzprinz

Das wahrscheinlich kleinste Figurentheater der Welt:

Eine romantische Liebesgeschichte mit schaurig-dramatischem Ende, das jedoch nach Belieben um- oder weitergesponnen werden kann... Der Text ist um eine Zündholzschachtel gewickelt, darin befinden sich die Protagonisten: Eine Büroklammer, ein Zündholz und rätselhafterweise auch noch eine Kichererbse...

1. Kapitel: Die Büroklammer will heiraten

 Eines Tages las die Büroklammer in der Zeitung, dass im ganzen Zündholzreich nach einer neuen Königin gesucht würde. Die zukünftige Gattin des Zündholzprinzen sollte klug, elegant und welterfahren sein. Die Büroklammer witterte ihre große Chance. Welterfahren war sie, hatte sie doch schon so manch große Reise in Briefumschlägen, oft weit über die Grenzen des Landes gemacht, zusammen mit ein paar Schriftstücken, woraus sie schloss, dass sie auch klug sei. Und wer wollte von einer Büroklammer behaupten, sie sei nicht elegant: mit all ihren symmetrischen Rundungen? Also machte sie sich auf  die lange Reise, um den Prinzen kennen zu lernen. Er wohnte in einem großen Schloss mit kubistisch inspirierter Bauweise: es glich auf’s Haar einer riesigen Zündholzschachtel. Fast alles, was weiblich war, hatte sich auf den Weg dort hin begeben und alle Wanderwege und Straßen waren überfüllt. Doch drehten die meisten wieder um, sobald sie erfuhren, dass es in diesem Schloss statt Prunk-Gemächern nur einen einzigen Saal gab. Doch die Büroklammer ging weiter und als sie erfuhr, dass bei schönem Wetter der komplette Saal aus dem Gebäude herausgeschoben werden konnte, war sie total begeistert: Das ganze Wohnzimmer unter freiem Himmel! Sonnenschein mitten in der Wohnung! Das war Grund genug, sich unsterblich in den Zündholzprinzen zu verlieben. Er war von schlanker Gestalt und hatte früher mit all seinen lieben  Familienangehörigen und dem gesamten Hofstaat ein geselliges Leben geführt. Jedoch war einer nach dem anderen durch unbegreiflichen Ratschluss höherer Mächte aus ihrer Mitte gerissen worden, bis der Zündholzprinz sich ganz alleine wiederfand, einsam in dem großen Saal. Deshalb die Partnerannonce in der Zeitung. Die Leidenschaft war sofort entfacht, als sich Zündholzprinz und Büroklammer zum ersten Mal gegenüberstanden. Der Prinz war von schlanker und aufrechter Gestalt, ein bisschen kantig, jedoch elegant und mit charismatischem Kopf. Es war Liebe auf den ersten Blick: Sie küssten einander, feierten und tanzten und endlich legten sie sich  ins Schlafgemach, so eng umschlungen, wie es ein Zündholz und eine Büroklammer vermochten, und das war sehr eng. Der Saal wurde ins Innere des Schlosses geschoben und nur durch einen kleinen Spalt konnten sie den Mond und die Sterne am Himmel sehen. Am nächsten Tag, das versprach er ihr, würde er ihr zeigen, was für tolle Kopfstände er zu machen verstand.

2. Kapitel: Die Hochzeit 

Am nächsten Tag stand das ganze Schloss Kopf: Der Zündholzprinz hatte veranlasst, den Saal herauszufahren, und umzudrehen, denn es war herrliches Wetter. So ergab sich eine große Terassenfläche zur Bewirtung der Hochzeitsgäste. Den anderen Teil des Schlosses stellte man seitlich hochkant, damit die Späher schon früh erkennen konnten, wie viele Neugierige  daherwanderten und wie viel leckerste Speisen die Köche zuzubereiten hätten. Während schon einige Gäste an der großen Tafel saßen, begaben sich der Zündholzprinz mit seiner Büroklammerprinzessin auf die obere Ebene, um die Weite des Königreiches zu betrachten. Die Aussicht war überwältigend. Von überall kamen Hochzeitsgäste mit großen Karren voller Geschenke. Alle waren bester Laune, Jubel und Trubel verspürte man allerorten. Noch vor wenigen Tagen hatte der Zündholzprinz genau am dieser Stelle in trostloser Einsamkeit mit düsteren Gedanken gerungen und sogar daran gedacht, sich von hier oben in den Tod zu stürzen. Heute war er übermütig, es sollte der schönste Tag seines Lebens werden. Zusammen mit seiner Büroklammer hüpfte er von einer Seite der Aussichtsfläche zur anderen und als der Zündholzprinz gerade einen schönen Schwung hatte und zu einem Kopfstand ansetzen wollte, kam die Nachricht, dass sowohl der Hofgeistliche als auch der Standesbeamte eingetroffen seien, und er hielt inne, um zu heiraten.

3. Kapitel: Der Kopfstand

Die Hochzeitsfeierlichkeiten waren unbeschreiblich schön, weshalb sie hier auch nicht näher beschrieben werden. Bei einem feurig  glühenden Abendrot bestiegen der Zündholzkönig und die Büroklammerprinzessin, welche nun per Gesetz Zündholzkönigin hieß, noch einmal die Aussichtsterrasse. So weit das Auge reichte, sah man fröhliche, ausgelassene Gäste und aus allen Richtungen waren Trinksprüche. Lieder und Hochrufe auf das frisch vermählte Paar zu vernehmen. Da machte der König vor all seinen Gästen den versprochenen Kopfstand, doch just in dem Moment, als er mit dem Kopf die Fläche berührte, geschah das Unbegreifliche: Voll grausigem Schrecken mussten alle mit ansehen, wie das Haupt des Königs von einer entsetzlichen Stichflamme in kürzester Zeit verkohlt wurde und er war tot.

Nachwort

Es ist gut möglich, dass sich die eine oder der andere einen glücklicheren Ausgang der Geschichte gewünscht hätte. Durch Ideen verändert sich die Welt! Außerdem blieb die Rolle der Kichererbse bislang im Verborgenen. Also: Einfach die Geschichte nach Belieben verändern und an uns senden:

lebenswert GbR, Im Weiler 3, D-74523 Schwäbisch Hall

(Neues Ende von Gerda K.)

 Der Zündholzprinz hatte sich unter all den Bewerberinnen die Büroklammer zur Braut gewählt, aber er hatte nicht mit der Enttäuschung, dem Ärger und Zorn, dem Neid und der Rachsucht der zurückgewiesenen Zündhölzerinnen gerechnet. “Ihr habt unser Volk verraten“, schrien sie aufgebracht vor dem Streichholzpalast. “Sie ist eine Fremde, sie gehört nicht zu uns, sie ist nur eine miese, gebogene, rostige, dünne Büroklammer“, schallte es aus allen gekränkten Mündern. „Wir sind aus anderem Holz geschnitzt, haben grosse Köpfe, kantige Körper und Feuer in unserem Blut“, rief empört ihre Anführerin und fuhr fort: „Warum wählst du nicht eine von uns zur Braut? Du musst auch an deine Kinder denken. Sollen das etwa Zünd-Klammem oder Büro-Hölzer werden?“Der Zündholzprinz stand hilflos und verlegen vor seinem verärgerten Zündholzvolk. Er bekam sogar einen noch roteren Kopf. Doch die bedrohte Büroklammer-Braut handelte entschlossen. Sie reckte und streckte ihre gewundene Gestalt zu einem langen, teleskopischen Arm, strich mit dem metallischen Ende einmal kräftig über den grossen Felsen nebem dem Zündholzpalast, so dass die Funken nur so flogen. Sie flogen direkt in die dichtgedrängte, kreischende Menge, und im Nu breitete sich eine Feuerwalze von Zündholzkopf zu Zündholzkopf aus. Alle Rivalinnen sackten in Windeseile verkohlt zu Boden. Die Büroklammer lächtelte zufrieden. Schnell verwandelte sie sich wieder in ihre alten, symmetrischen, verführerischen Rundungen und blickte verliebt zu ihrem Zündholzprinzen auf.Nur langsam verschwanden Schrecken und Entsetzen über das grausame Geschehen aus seinem Gesicht. Aber dann wandte er sich seiner auserwählten Büroklammer zu und flüsterte ihr ins Ohr: “Woher wusstest du, dass ich Frauen liebe, die kämpfen können?“Und wenn der Zündholzprinz auf seine Vorliebe für eitle Kopfstände verzichtet haben sollte, dann leben die beiden noch immer glücklich und zufrieden in ihrem Zündholzpalast.

Übrigens:Das ausfahrbare Modell mit direkter Sonneneinstrahlung am Tage und romantischem Mond-Sterne -Panorama bei Nacht liess sich der Zündholzprinz patentieren. Es wurde zum Knüller des Jahres und machte ihn mit seiner Büroklammer-Frau zum reichsten Königspaar der Welt.

Diese Fortsetzung ist von Jeremias.
Ps: Entschuldigt meine Rechtschreibfehler.

"Zur Seite last den Notarzt durch". Riefen die Leute durcheinnander.
Eine alte Kichererbse lief , Nein torkelte ehr durch die Menge. Hihihi.
Lachte sie schadenfroh.Hihihihi.Sie hatte schon Tränen in denn Augen und
kugelte sich auf dem Boden.Darf ich den Laichenwagen hol...Hihahohohahi.Ich krig
mich nicht mehr. pustete sie. Nun benemen sie sich doch Herr Schadenfroh, sagte
sein Gehilfe sehr  ernst. Hahaha! Schon wider ein Depp fakelt, sich seinen Kopf
ab muss man ja schön blöd sein Ahhhahahihi. Empöhrt sprang der Zündholzpriz auf,
Stinksauer schrie er:"Wer ist hir blöd? dabei prügelte er auf die Kichererbse
ein. Doch dann hörte er auf, denn die Bührohklammer hatte in schon in den Armen.
Der Kichererbse war das lachen vergangen und sie rieb den Kopf oder was auch
immer( denn solche Erbsen haben bekantlich keinen Kopf).
Es stellte sich heraus das der Prinz zwar tod war aber Herr Schadenfroh hatte
ihn mit seinem Kaltemhummor wider zum Leben erwekt. Die Bühroklammer und der
Prinz lebten noch lange und zufrieden in ihrem Schlossund sie bekamen viele
Schtreichklammern und Schtreichklammerrinen.

Hallo Bernhard und Kathleen!
Nachdem der schöne Nachmittag bei euch an Majas Geburtstag nun schon ein paar
Tage zurückliegt, schicke ich euch heute einen kleinen Geschichtengruß aus
Aalen. Ich habe doch beim Dattelkernspucken den Hauptpreis gewonnen: die
Geschichte von der Büroklammer und dem Zündholzprinzen. Da ich gerade mit meinen
Grundschülern das Thema Tod und Sterben behandle, hat die Geschichte gut gepasst
- und hat mich zum Weiterschreiben herausgefordert. Hier meine Fortsetzung:

... Voll grausigem Schrecken mussten alle mit ansehen, wie das Haupt des Königs
von einer entsetzlichen Stichflamme in kürzester Zeit verkohlt wurde und er war
tot.

4. Kapitel
Wozu eine Kichererbse gut ist

Totenstille hatte sich unter den Gästen des großen Hochzeitsfestes ausgebreitet.
Starr vor Schreck blickten alle auf den regungslos daliegenden König. Doch
plötzlich drang aus der hintersten Reihe ein Kichern durch die Stille und wurde
immer lauter. Es war die Kichererbse, die sich laut kichernd den dicken Bauch
hielt und sich vor lauter Kichern kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Die
umstehenden Gäste starrten die Kichererbse böse an: wieder einmal wußte sich die
Kichererbse nicht zu benehmen, nicht einmal beim Tod des Königs hatte sie genug
Anstand, ruhig und andächtig das schreckliche Ereignis zu würdigen. Gerade schon
wollten zwei Wächter die unanständige Kichererbse fortschleppen und in den
königlichen Kerker sperren. Doch kichernd, und nach Luft schnappend zeigte die
Kichererbse auf den König - und da sahen es alle: Der König bewegte sich und
stand langsam auf. Noch ein wenig torkelnd trat er näher an seine Gäste heran
und fragte fröhlich: "Na wie war ich? Wie fandet ihr mein Feuerwerk?" Da trat
die schreckensbleiche Büroklammerkönigin zu ihrem Gemahl: "Was meinst du mit
Feuerwerk? Ich dachte du wärest tot!" "Ach was," antwortete der König munter und
quicklebendig,"ich wollte nur an unserem Hochzeitsfest etwas ganz besonderes
präsentieren. Deshalb habe ich heute meinen roten Feuerwerkshelm ausprobiert.
Hat super funktioniert. Nur schade, dass sich der rote Helm beim Feuerwerk
leider selbst in Luft auflöst!" Der Zündholzkönig lachte lauthals und schüttelte
seine schwarzen etwas angekohlten Haare. Und da fiel die gesamte
Hochzeitsgesellschaft in das Lachen des Königs ein, so laut dass man gar nicht
die Steine herunterpoltern hörte, die allen vom Herzen fielen. Und alle feierten
noch drei Tage und Nächte ein rauschendes Hochzeitsfest. Und der Star war neben
dem Hochzeitspaar natürlich die Kichererbse, die als erstes entdeckt hatte,
welchen Spaß sich der König mit seinem roten Feuerwerkshelm erlaubt hatte.
Der Kichererbse wurde deshalb auch die Ehre zuteil, beim Hochzeitswalzer mit dem
Brautpaar mitzutanzen. Die Büroklammerkönigin machte ihre Arme ganz weit,
klemmte sich am schmalen Ende den Zündholzkönig ein und am breiten Ende die
Kichererbse. (Funktioniert wirklich, einfach ausprobieren!). Und da mußte die
Kichererbse schon wieder loskichern, weil der Zündholzprinz mit seinen schmalen
Füßen immer wieder über ihren dicken Bauch stolperte...

Liebe Grüße (auch von Annemarie)
Stephan

 

Geistiger Keks

Nr. 7

Das Märchen vom Bärchen

der Text ist ebenfalls um eine Zündholzschachtel gewickelt, enhalten sind die Protagonisten der Geschichte: das bedauernswürdige Bärchen und die zivilcouragierte Kichererbse

Es war einmal

vor langer Zeit ein Königreich mit einem König. Damals gab es viele ganz verschiedene Königreiche. Keines war wie das andere und in jedem lebten die Bürger auf ihre Weise und der König regierte auf seine Weise. So verwundert es nicht, dass besagtes Königreich von einem Bärchen regiert wurde. Es war ein knuddeliges kleines Bärchen und bei allen Bürgern war es beliebt und bei den Bürgerinnen noch mehr. Im Bärchenreich waren alle farbig und es war normal, sich den kindlichen Glauben an alles Wunder-bare zu erhalten und somit nie erwachsen zu werden. Die wichtigsten Fächer in der Schule waren Spielen und Phantasieren. Man besaß nur wenig, aber alle Bärchen waren glücklich und in diesem Reich gingen die Jahre und Jahrhunderte friedlich und freudevoll in's Land.

Im Nachbarland jedoch

gab es einen herrschsüchtigen Herrscher. Im Gegensatz zu dem stets vergnügten Bärchenvolk musste dort viel und hart gearbeitet werden. Zahlreiche Steuern wurden eingetrieben, um die Scharen von Beamten, Polizisten, Soldaten, Waffen-herstellern und Politikern zu bezahlen. Die Politiker sagten, dies alles sei zum Wohle des Volkes. Manche Leute meinten zwar, es sei eher zum Wohle der Politiker, aber niemand hatte Zeit, sich auch noch um solche Fragen zu kümmern. Abends konnte man im Fernsehen die vielen Soldaten und die aktuellen Kriege sehen. Die meisten waren furchtbar stolz darauf. Und schließlich fand man es sogar richtig und wichtig, immer mehr und immer strengere Gesetze zu haben.

Im Bärchenreich hatte niemand Lust auf Militärdienst und deshalb gab es statt Soldaten und Waffen vor allem Künstler und phantastische Musikinstrumente. Statt Militärparaden und Politikerreden gab es im Bärchenreich Tanzfeste, Theaterspiele, Konzerte und Kunstausstellungen.

Doch oh Schreck!

Eines Tages standen die Soldaten des herrschsüchtigen Herrschers vor den Toren des Bärchenreiches. Weil er schlecht gewirtschaftet hatte, befahl er kurzerhand einen Beutezug. Mit lauter Stimme drohte er dem Bärchenvolk: „Beweist euren Mut und kämpft!“

Der Bärchenkönig antwortete: „Beweise Deine Sanftmut und singe!“

Doch der herrschsüchtige Herrscher sang nicht, sondern ließ seine Heerscharen von Soldaten als Häscher in's Bärchenreich eindringen: Alle Bärchen wurden gefangengenommen und dann bunt gemischt und gruppenweise jeweils zwischen zwei Plastikplanen eingeschweißt. Diese Packungen wurden gewinnbringend als Zwschendurchfutter ins Riesenland exportiert.. Nur ein einziges Bärchen hatte sich retten können. Geistesgegenwärtig war es in eine kleine Schiebeschachtel gekrochen und hatte sich mit der darin wohnhaften Kichererbse angefreundet. Als ein Trupp Häscher eindringen wollte, begann diese derart zu kichern, dass die Uniformierten sich lächerlich vorkamen und unverrichteter Dinge abzogen. Voller Verzweiflung hatte das Bärchen durch einen Spalt in der Schachtel beobachtet, wie alle anderen deportiert wurden.

Was tun?!?

Wie sollten die Riesen davon abgehalten werden, gedankenlos kleine Bärchen zu vertilgen? Wie könnte man den bösen Herrscher auf die Idee bringen, dass Spielen wichtiger ist, als Wirtschaftswachstum? Gelingt es, ein neues, lustiges Bärchenland zu errichten? Unser Bärchen war ziemlich mutlos geworden, aber die Kichererbse sprach unverzagt: "Optimismus bringt uns weiter! Wir müssen uns um Hilfe an die Riesen wenden. Die sind ungeheuer klug und haben schon sehr viel erfunden. Die können sogar zum Mond fliegen! Bestimmt haben sie rettende Ideen!“ Noch am gleichen Tag starteten sie einen Aufruf an alle:

Hilfe! Eilig!!!

Alle Ideen für eine lebenswerte Zukunft bitte schnellstmöglich an: lebenswert@nurzu.de

 

Anonyme Zuschrift zum geistigen Keks Nr. 7: „Das Märchen vom Bärchen“:

Lebe glücklich, lebe froh

wie das Bärchen Harri Bo

das in seiner Tüte saß

und die andern Bärchen fraß

die andren waren gar nicht froh

sie mussten dringend mal auf's Klo

im Bauch von Bärchen Harri Bo

ging´s dann gar nicht lustig zu

sie waren alle total traurig

und fanden das ganz schaurig

Jetzt musste Bärchen Harri Bo

auch ganz dringend mal auf's Klo

als endlich er auf dem Örtchen saß

kam ihm hoch der ganze Fraß

nur waren alle Bärchen froh

außer Bärchen Harri Bo

und die Moral von der Geschicht:

fresse andre Bären nicht

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Geistiger Keks Nr.8:

Aufregende Vorahnungen

 

3 Kichererbsen und 3 Wünsche

 

Es waren einmal 1001 Kichererbsen, die wohnten zusammen in einer  Zellophanpackung auf der dritten Etage des Regals „Hülsenfrüchte“ im Supermarkt. Da sie es nicht anders kannten, waren sie mit sich und der Welt zufrieden, bis auf einige wenige, die den Weltuntergang fürchteten. Eine glaubte sogar an jenes Gerücht, es werde eine dramatische Sintflut kommen und alle müssten jämmerlich ertrinken. Keine einzige würde trocken und knackig bleiben. Alle würden weich und aufgeschwemmt einem schaurigen Ende entgegenleiden und schließlich

in höllischer Hitze schmoren.

Möglicherweise würden sie sogar in den Mäulern von hungrigen Riesen zerbissen werden. Es sei höchste Zeit, sich davor zu schützen! Die anderen Kichererbsen kicherten nur über solch’ garstige Vorstellungen. Sie hielten dies für hoffnungslos pessimistisch und glaubten nicht an derartige Angstmache - aber sie glaubten auch sonst nichts Besonderes. Jedenfalls gewöhnte man sich daran, dass nichts geschah und die meisten fanden das normal. Doch eines Tages wurde das ganze Päckchen aus dem Regal genommen, in einem Metallkorb durch den Supermarkt geschoben, auf ein Förderband gelegt, bezahlt und befand sich etwas später in einer gänzlich ungewohnten Umgebung. Und als auch noch eine riesige Hand das Päckchen öffnete, waren alle 1001 Kichererbsen

gelähmt vor Angst:

Die unheimliche Hand riss ganz plötzlich und völlig unerwartet drei aus ihrer Mitte. Kurzerhand wurden sie umgesiedelt – in die gähnende Leere einer halboffenen Zündholzschachtel. Die drei hofften inständig, in der Weite der Schachtel nicht allein bleiben zu müssen, hofften, dass noch andere hinzukämen - doch stattdessen wurde die Schachtel zugeschoben. Allein und verlassen mussten sie in dieser  furchtbaren Dunkelheit verharren. Erst als sie nach und nach bemerkten, dass sie alle drei heil und unbeschadet waren, erholten sie sich allmählich von all diesen Schrecken. Schließlich  entspann sich sogar ein reger Gedankenaustausch. Sie staunten über sich selbst. Nie zuvor in der großen Gemeinschaft von früher hatte man so intensive Gespräche gekannt. Und siehe da, plötzlich hatte jede der drei Kichererbsen

eigene Wünsche und Träume:

Die erste war am ängstlichsten. Sie gab zwar zu, dass sie sehr stolz auf dieses Abenteuer sei, aber sie wünschte sich dennoch zu den anderen zurück. Dass Gerücht von der drohenden Sintflut kümmerte  sie nicht.

Die zweite verspürte eine gewisse Leidenschaft für das Künstlerische. Sie wollte gerne im Mittelpunkt stehen und gefallen. Sie konnte sich gut vorstellen, mit einem kleinen Löchlein versehen und auf einen Draht gefädelt zu werden. So könnte sie als Ohrhänger oder Halsschmuck dienen und die Leute würden sie bewundern.

Der Wunsch der dritten Kichererbse war - - - ihr eigenes Begräbnis! Die anderen fanden dies makaber. „In feuchter Erde“, schwärmte sie, und obendrein „an einem hellen Ort!“ Sie stieß auf großes Unverständnis. Aber sie war sich ganz sicher: „Es wird ein Wunder geschehen!!!“

 

Wir wissen nicht, was die drei Kichererbsen aus ihrem Schicksal gemacht haben, aber Sie könnten eine dieser Geschichten fortsetzen. Wir freuen uns über jeden Beitrag an:

lebenswert@nurzu.de


Zusendung zum geistigen Keks Nr. 8 von Gundel P.: 


gescannte Zuschrift Geistiger Keks Nr. 8



  weitere Zusendung zum geistigen Keks Nr. 8

 

HALLO LIEBER BERNHARD UND LIEBE KATHLEEN !

Es hat nun doch einige Zeit gedauert, ehe ich mich bei euch melden konnte.

Hier ist alles im grünen Bereich, die Arbeit macht wieder Spaß, nur die Kinder......naja,da gibt es öfter mal Reibereien.

Sicher ist auch in Schwäbisch Hall alles i. O..

Gestern hatte ich mal wieder Lust auf eines deiner "Geistigen Kekse" und mir ist auch eine kleine Fortsetzung eingefallen.

  

Eine Fortsetzung zum Wunsch der 2. Kichererbse ( "Geistiger Keks" Nr.8)

 

Der Wunsch der zweiten Kichererbse sollte sich erfüllen - nicht so ganz ohne Hindernisse - aber dennoch sollte sie sich im Schein der Sonne aalen.

Bevor es aber soweit war, wurde sie und ihre zwei Mitbewohner der Streichholzschachtel ganz fürchterlich erschreckt. Eine für sie riesige Menschenhand nahm sie aus der Schachtel und betrachtete sie ganz genau. Nach allen Seiten wurde sie gedreht. War sie denn auch groß genug, war sie denn auch rund genug, war sie denn auch fest genug ????? Das alles wurde ganz genau begutachtet. Die Kichererbse konnte vor lauter Aufregung garnicht mehr richtig denken. Was wird wohl jetzt mit ihr geschehen ?

Nach all diesem prüfen und bestaunen fühlte sie sich sehr müde, sie wollte ihre Ruhe haben. Aber dazu sollte es nicht kommen. Ein ganz mächtiger Stich machte sie wieder putzmunter. Irgend etwas durchbohrte sie mit einem Ruck, etwas sehr spitzes.     Kurze Stille    -   der Schmerz war vorüber. Die Kichererbse war total benommen und ehe sie sich versah kam schon die nächste Überraschung. Ein großes mit langen Haaren besetztes Ding kam auf sie zu und kitzelte sie sehr kräftig von allen Seiten. Die Kichererbse wußte nun garnichts mehr. Was war bloß mit ihr geschehen?

Langsam, aber nur ganz langsam wurde sie wieder wacher und siehe da, sie war auf einmal rot - sie war sogar knallig rot - und ein feines Band hielt sie fest. Die Kichererbse wollte springen vor Glück aber das feine Band ließ es nicht zu.

Die kleine knallrote Kichererbse fragte sich "Wo komme ich jetzt wohl hin? Was fange ich an, so rot wie ich bin?"

Die Antwort kam schnell. Mit einem mal wurde das feine Band , an dem sie fest hing hochgehoben und die kleine rote Erbse flog durch die Luft und landete auf weichem, dunkelgrünem Samt. Sie schaute sich vorsichtig um und erblickte doch tatsächlich noch mehr feiner Bänder mit kleinen bunten Kichererbsen dran. Ach was war sie glücklich. Sie war nicht alleine und fand sich auch noch sehr ansehnlich - so knallig rot - wie sie jetzt war.

Das Schaufenster in dem sie nun lag war herlich groß und viele staunende Augen sahen hinein. Nun konnte sich die kleine knallrote Kichererbse im Sonnenlicht aalen. Solch ein Glück muß man haben, dachte sie sich, "aus einer Zellophanpackung mit 1000 anderen Kichererbsen, hier auf herlich weichem Samt liegen dürfen", das muß einfach das Größte sein. Ihr sehnlichster Wunsch hatte sich erfüllt.

Eines Tages kam auch ein netter, riesiger Mensch und trug sie davon. Sie wurde um einen starken Hals gelegt und in der Welt ausgeführt, genau wie es sich die kleine Kichererbse immer erträumt hatte.

  

Nun werde ich mich fürs erste verabschieden, vielleicht habe ich Lust irgendwann die Wünsche der anderen Kichererbsen weiter leben lassen.

 Bis dahin viele liebe Grüße von Kathrin ( vom Tisch 39 ) und ein extra Gruß geht an die klein Rosa !!!!!

 

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Geistiger Keks Nr. 14

 

Sternstunde der Kicher-Erbse

 

Das Jammertal der Kummer-Erbsen hatte über 60 Millionen Einwohner. Es war ein reiches Land und die Kummererbsen waren eigentlich so wohlhabend wie nie zuvor. Und doch waren die meisten nicht wirklich glücklich. Viele Kummererbsen machten ihrem Namen alle Ehre und grämten sich bei jeder Gelegenheit: Mal war das Wetter zu heiß, dann wieder zu kalt. Viele mochten ihre Arbeit nicht, andere beklagten sich über zuviel Arbeit, manche über ihre Arbeitslosigkeit. Dabei musste in diesem Land keiner verhungern. Jeder konnte Speisen und Getränke aus aller Welt bekommen und doch wollte das Essen nicht so recht schmecken. Und das Geld war immer zu knapp, denn man wollte sich – so wie andere auch - immer möglichst viel Zusätzliches leisten. Dazu  musste man entweder schrecklich sparsam sein oder man lieh sich Geld und beklagte sich dann über seinen Schuldenberg.

 

Eines Tages, als gerade die Tagesschau ihre 15. Schreckens-meldung ausstrahlte,, schaltete eine dieser Kummer-Erbsen zum ersten Mal ihr kleines Erbsenhirn ein: Was habe ich von all dem Kummer? Ändert sich dadurch die Welt? Wäre ich nicht viel glücklicher, mehr das Positive zu beachten? Von diesem Moment an sah sie keinen Sinn mehr darin, dieses ständige  Gejammer nachzuplappern oder gar eigene Sorgen breitzutreten. Ab nun würde sie jeden neuen Tag als Geschenk  begrüßen. Sie begann Arbeit als nützlichen Sport, Vergnügen oder Übung zu betrachten (man konnte ja auch üben, mit unangenehmen Situationen konstruktiv umzugehen...). Und ihre Mit-erbsen wollte sie täglich mit kleinen Aufmerksamkeiten überraschen und vor allem nur noch Erfreuliches erzählen. Das war zunächst gar nicht so einfach und sie redete weniger als früher. Doch erstaunlicherweise hörten die anderen - sonst eher oberflächlichen - Erbsen plötzlich genauer hin. Auf wunderbare Weise erschien ihr die ganze Welt wie durch eine rosarote Brille. Wenn die Sonne schien genoss sie ausgiebige Spaziergänge und wenn Regen fiel freute sie sich für die Pflanzen. Und obwohl sie nicht dem gängigen Idealbild entsprach, wurde sie bei den anderen Kummererbsen immer  beliebter und man nannte sie liebevoll „Kichererbse“. Zwar gab es einzelne, die argwöhnisch ihr sonniges Gemüt missbilligten, jedoch immer mehr reisten sogar von weit her, um sie persönlich zu treffen. Manche behaupteten sogar, eine kurze Berührung könne Wunder bewirken und man staunte nicht schlecht, als eines Tages ein rechteckiges Raumschiff angeflogen kam. Es hatte ein langes canariengelbes Segel, welches mehrfach um den Rumpf gewickelt werden konnte. Langsam öffnete sich die Luke und ein richtiger Stern strahlte unsere Kichererbse an: „Du hast als erste entdeckt,“ sprach er zur Kichererbse,“, dass wir im Paradies leben! Lass uns zusammen einen Rundflug machen!“

Was geschah?

 

Schreiben Sie bitte mindestens fünf Zeilen als Fortsetzung und senden Sie diese an lebenswert@nurzu.de

 

Fortsetzung von Dagmar P:

"Ich, jetzt, und so richtig sofort?" fragte die Kichererbse ein wenig ungläubig und preßte die eine Hand auf ihren Mund und die andere an ihren dicken Bauch. "Ich darf fliegen?" Und wie selbstverständlich rollte sich das gelbe Segel wie ein Teppich über das Feld und die Kichererbse kugelte lachend und mit ausgestreckten Armen dem strahlenden Stern entgegen. "Mein ganzes dickes rundes Leben habe ich stets an dich geglaubt, tief in mir habe ich dich immer gespürt und all mein Sehnen wird heute satt! Und doch: ich kann nicht mit dir fliegen, nicht jetzt, nicht einfach so und nicht sofort. Ich will nicht", sagte die Kichererbse so ganz ohne Lachen aber mit einem Augenleuchten, "nicht ohne deine Hand und nicht ohne ihn!"

                       

Hallo liebes Team!
Finde die Streichholzschachtel total super.

Hier meine Fortsetzung zu
"Sternstunde der Kichererbse"

Lass uns zusammen einen Rundflug machen......
"Eilig stieg die Kichererbse ein, denn die Idee zusammen mit dem Stern
im Raumschiff durch die Welt zu fliegen gefiel ihr gut. Nach einem
schönen Rundflug landeten sie in Schwäbisch Hall im Hotel Krone. Sie
beschlossen hier zu bleiben und den vielen Menschen, die hier zu Gast
sind zu erzählen, dass wir im Paradies leben..."

Liebe Grüße
Angelinetta

 

ebenfalls Fortsetzung zum Geistiger Keks Nr. 14

Sternstunde der Kichererbse

von Brigitte S. (KichererbsenOma)

 

... und ein richtiger Stern strahlte unsere Kichererbse an. „Du hast als erste entdeckt“, sprach er zur Kichererbse, „dass wir im Paradies leben! Lass uns zusammen einen Rundflug machen!“ –

Diese Aussicht auf eine noch nie dagewesene Aussicht machte die fröhliche Kichererbse noch fröhlicher.  Sie ließ sich gerne von dem strahlenden Stern in die Kiste heben; kaum geschehen, flog das Raumschiff mit geblähtem,  kanariengelb leuchtendem Segel davon. Wie staunte die Kichererbse, als sie die 60 Millionen Kummererbsen von oben sah! Das Jammertal hatte grüne Gärten, kleine Wälder mit Teichen darin, am Rand hohe Berge mit Schnee bedeckt. Felder sah sie mit allerlei Essbarem,  viele, viele Straßen und Häuser.  Der Stern zeigte der Kichererbse einige Häuser aus der Nähe, und alle Kummererbsen waren versorgt mit Essen und Trinken. Die Kummererbsenkinder hatten Spielsachen und die meisten von ihnen gingen in schöne Kummerkindergärten und –schulen.

„Das ist doch eine wunderschöne Heimat, die wir haben“, meinte die Kichererbse zum Stern. „Das werde ich nun allen meinen Miterbsen erzählen.  Nach und nach könntest Du, lieber Stern, interessierte, neugewonnene Kichererbsen mal zu einem Rundflug einladen – als Bestätigung meiner Bemühungen. Mir schwebt da eine Aktion vor – etwa:  Wie werde ich als Kummererbse zur Kichererbse!“

„Gut, ich werde dich unterstützen“, versprach der Stern im Raumschiff! Insgeheim hegte er die Hoffnung, die Jammertalbewohner würden irgendwann  ihr wunderschönes Heimattal  umbenennen, das Jammern würde abnehmen, die Sicht auf das Schöne nicht länger blockiert sein, die gegenseitige Hilfsbereitschaft zunehmen, eine allgemeine Dankbarkeit und Zufriedenheit einsetzen – der Anfang war ja gemacht – eine Kichererbse hatte nun den Überblick und begann mit diesem Programm.

weitere Geschichten und Fortsetzungen werden nach und nach angehängt!

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